Aktuelle Zeit: 20. Jan 2017, 00:26

Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Moderatoren: bemike, corinna, mini69, lacky

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 704

Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#1von KlausWiederhöft » 3. Aug 2016, 22:21

Hallo,

In der Suche habe ich sie nicht gefunden, dabei sind 165 ml RR 80 Gläser meinem Rasierseifentiegel recht ähnlich.
Auch versuche ich, mit GFM 20 g, also sehr geringen Mengen Rezeptproben herzustellen und das geht schon ganz gut.
Die Tücke liegt aber wirklich ganz schön biestig versteckt in dem einen oder anderen Detail.
  • Die Schutzbrille hat unter dem Band Lüftungsschlitze bekommen, wo nichts hereinspritzen kann, und beschlägt nicht mehr.
  • Die Schaschlickspieße im Bild nehme ich nie wieder! Die federn zu sehr und wenn sie sich dann schnappend entspannen, fliegen Laugen- oder Seifenleimspritzer
  • Meine Waagen können auch die kleinsten Zutaten, z.B. 0.5 g genau genug wiegen, aber ein Tropfen 42% Lauge kann schon einmal 0,05 g wiegen.

Bild
Da stehen gerade 12 Rezepte in dem Herd im OHP

Bild
Die federnden Flitzebogen-Schaschlickstäbchen

Gespannt, wie sich das entwickelt, aber bei den Gläsern und den Mengen bleibe ich wohl. Das werde ich schon noch besser in den Griff bekommen.
KlausWiederhöft
 

Re: Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#2von eos » 4. Aug 2016, 05:14

Ah, mann kocht :c015: Zum rühren nimm vll. von Rewe die AsiaStäbchen. Liegen immer oben auf der Salattruhe und du hast gleich 2Stück. Sind auch aus Holz und dicker. Aber pass auf, dass nicht das Glas leer ist, wenn du das Stäbchen rausnimmst :n065:
Deine Minichargen haben wie viel Fett?
Jedenfalls viel Spaß beim testen und wir lieben Testberichte! Weiter so!
Gruß von eos
Übrigens: Wer im Bezirk Mahove (Arizona) Seife klaut, muss sich solange damit waschen, bis das Seifenstück aufgebraucht ist.
SEIFE: Ein Stückchen, in Ehren, kann keiner verwehren;)
Benutzeravatar
eos
 
Beiträge: 1001
Registriert: 12.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#3von Linuxgirl » 4. Aug 2016, 07:21

Oha, an so Minichargen traue ich mich dann lieber doch nicht ran. Meine Hochachtung, das dürfte ganz schön viel Arbeit sein.
Bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse.
Benutzeravatar
Linuxgirl
 
Beiträge: 2382
Registriert: 01.2015
Geschlecht: weiblich

Re: Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#4von KlausWiederhöft » 4. Aug 2016, 09:09

Hallo,

Dann lasse Dich doch hier einfach ein wenig ermuntern.
Man braucht eigentlich nur die dazu passende Ausrüstung. Dass ich auch mehr Disziplin brauche liegt eher daran, dass ich in einem Rutsch ein Dutzend Rezepturen anfertige und nicht bloß eine. Es kostet etwas mehr Konzentration und gestern habe ich mit dem Wägeprotokoll R07 und dem Glas R08 in der Hand ganz schön sparsam aus der Wäsche geschaut ... was verwechselt?
In der Entwicklung bei mir sind Wägeprotokolle (bzw. der Excel Seifenrechner), die an jeder Stelle einen Tara verarbeiten können. Ich musste gestern noch viel mit dem Taschenrechner ran.

So weit ich das jetzt sehe:
  • Die Waagen müssen das können, aber das ist heutzutage in Reichweite
  • Kleine Spatel
  • Die richtigen Pipetten
  • Uhrgläser stehen auf meiner Wunschliste für das vorab wiegen fester Zutaten auf der Präzisionswaage
  • Der richtige [jeder andere Kleinkram]

Die Rezepturen oben habe ich mit der D10 mg Waage angefertigt, die gleich neben meiner (dafür in der Bedienung langsameren "Vierstelligen") D0.1 mg Waage steht.
KlausWiederhöft
 

Re: Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#5von KlausWiederhöft » 4. Aug 2016, 18:38

Rührstäbchen sind geklärt.
Meine Flitzebogen-Stäbchen mit 2.5 mm Durchmesser waren wohl aus Lindenholz
Schon die einfachen üblichen 2.5 mm Buchenholz Schaschlickstäbchen sind sehr viel besser.
Noch eine Stufe besser sind die üblichen 250 mm langen 3mm Stäbchen.
Bild

Bild
und sogar Etikett und Stift sollte man testen, bevor man Seifenproben in der Bain Marie warm hält.

Aber es gibt schon Ergebnisse. Einige riechen so verführerisch.
KlausWiederhöft
 

Re: Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#6von KlausWiederhöft » 5. Aug 2016, 12:33

Das macht ja richtig Spaß!

anbei Rezept 10B (Kokosöl, Kamelien- und etwas Rizinusöl mit etwas Natriumcitrat)
Bild
Für das Bild habe ich gut eine Stunde nach der Rasur mit dem Rest in Pinsel und Tiegel (ein einfacher Porzellanmörser) eben noch einmal mit ein paar Tropfen Wasser frisch aufgeschlagen.

Kein Farbstoff.
Kein Aroma.
Kein Konservierungsmittel.
Allein der Duft und die Wirkung meiner Lieblingsöle und -fette. Aaaaaaah!

Mit den zwei Lieblingen aus etwa 20 gekauften Rasier- und anderen Seifen, die meine Referenz darstellen, komme ich schon nach wenigen Tagen mit Rezept 10B gut mit. Bin auch gespannt auf Rezepte 6,8 und 9, aber so oft kann ich mich nun auch nicht rasieren.
KlausWiederhöft
 

Re: Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#7von Indigo » 5. Aug 2016, 13:03

Ja das ist ja klasse das du soviele proben machst.
Zum Glück kann man bei einer normalen Seife etwas mehr nehmen.
Ich bin gespannt auf deine berichte.
Rasierseife steht auch auf meinen to do liste.
Liebe Grüße Indigo
Benutzeravatar
Indigo
 
Beiträge: 272
Registriert: 04.2016
Wohnort: BW
Geschlecht: weiblich

Re: Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#8von KlausWiederhöft » 5. Aug 2016, 13:23

Der Titel ist ja: Kleinmengen im Weckglas.

mit 20 g GFM je Probe kann man natürlich rapide Rezeptentwicklung betreiben. Die Rasur von heute war mit 10B, die ich vorgestern angerührt hatte.
Bei der Lust an den Ölen und Fetten:
Sheabutter in der Hand und sich dann NICHT damit eincremen kostet ja schon Selbstbeherrschung
Mandelöl riechen und dann ein Rezept OHNE Mandelöl geht ja nur noch mit gezwungener Vernunft
Kamelienöl ist schon aus anderen Erfahrungshorizonten heraus ein Lieblingsöl von mir.
Mit der Schaumqualität z.B. von Lavarie in: Rasierseifen (mischverseift)- 4 Rezeptvarianten im Vergleich komme ich wohl nicht mit, aber mit den besten mir bekannten käuflichen Seifen. Und ich brauche keine isolierte Myristinsäure, kein Palmöl und kein Stearin sondern nur natürliche Öle/Fette.
Vermutlich werde ich auch dabei bleiben. Es reicht ja offenbar bequem und mehr als ausreichend.
Purer Luxus im Wortsinn ...
KlausWiederhöft
 

Re: Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#9von Linuxgirl » 5. Aug 2016, 14:22

Wow, auf die Testreihe bin ich echt gespannt.
Ja, Lavaries Rasierseifen sind eine Nummer für sich. Die Schaumqualität ist schon die Extra-Luxusklasse.
Ich habe versucht, ihre Rasierseife B nur mit natürlichen Ölen/Fetten nachzubauen, aber das letzte Mal noch nicht die richtigen Fette gehabt. Trotzdem gefällt das Seifchen sowohl mir als auch meinem Göga sehr gut.
Benutzeravatar
Linuxgirl
 
Beiträge: 2382
Registriert: 01.2015
Geschlecht: weiblich

Re: Kleinmengen im Weckglas - die Tücke im Detail

Beitrag#10von Daniel » 5. Aug 2016, 18:43

Sieht ja sehr cremig aus...
der daniel
Benutzeravatar
Daniel
 
Beiträge: 1230
Registriert: 01.2012
Wohnort: Rothenburg ob der Tauber
Geschlecht: männlich
.: Graf Zahl

Nächste

web tracker