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Rotöl

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Re: Rotöl

Beitrag#41von Hellcat » 18. Sep 2015, 18:04

orgonautin hat geschrieben:Hellcat ist das Kraut jetzt getrocknet? Denn das Rotöl wird nur was mit den frischen Blüten ... und ich habs noch nie als Heißauszug gemacht ... ich weiß nicht ob die Inhaltsstoffe der Blüten das dann überleben


:red3: Hm, die sind natürlich getrocknet...kein Wunder, dass das nichts gibt! Dann wird's nur eine normale Kräuterseife werden!
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Re: Rotöl

Beitrag#42von orgonautin » 18. Sep 2015, 18:09

Die rote Farbe vom Öl hält sich in der Seife ohnehin nicht ... hier KLICK... erst gestern gemacht mit 72% der GFM Rotöl ...
nix zu sehen von der Farbe , aber wenn Du die getrockneten Blüten mit dem Öl pürierst hast Du wenigstens hübsche rotbraune Punkte in der Seife
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Re: Rotöl

Beitrag#43von Aconita » 18. Sep 2015, 19:08

Hellcat, schau mal in den Zusatzstoffen. Dort gibt es einen Thread zu Johanniskraut. Die Färbung hängt von der Verarbeitungsweise ab. Ich püriere die Blüten am liebsten in den Seifenleim, weil dann die Punkte so schön abgegrenzt bleiben.
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Re: Rotöl

Beitrag#44von Anish » 20. Aug 2016, 19:04

Es ist zwar schon eine Weile her, dass hier jemand geschrieben hat, aber ich bin ja neu... :connie_5: und möchte gern meine Erfahrung mitteilen.

Ich habe schon öfter Rotöl gemacht und immer auf die gleiche Art und Weise und mit Erfolg.

Erste Voraussetzung ist natürlich, dass man das echte Johanniskraut nimmt, Echtes Johanniskraut oder auch Tüpfel- Johanniskraut Hypericum perforatum (man erkennt es tatsächlich daran, dass sich die Finger beim Zerreiben rot färben). Es erinnert an Sonne, sammelt ihre Kraft, die sie an den längsten Tagen des Jahres aufnimmt, um sie an den dunklen Tagen des Winters an uns abzugeben.
Es wird vor allem gegen Depressionen eingesetzt (und das hat selbst die Schulmedizin anerkannt).
Auf einem Flohmarkt habe ich ein kleines Büchlein aus der Trautwein Ratgeber-Edition gefunden, welches nur dem Johanniskraut gewidmet ist. Johanniskraut lässt sich natürlich für weit mehr nutzen als nur gegen Depression, allein und mit anderen Kräutern. Nicht nur innerlich, sondern auch in der Kosmetik. Mein Lieblingsrezept: zusammen mit Bergamottöl als Badezusatz für gute Laune.

Johanniskraut findet sich auf Wiesen, an Weg- und Waldrändern und natürlich in meinem Garten, im Kräuterbeet.
Es verdankt seinen Namen dem Johannistag bzw. eher der Nacht vom 23. auf den 24. Juni und in den meisten Jahren blüht es dann natürlich. Am 21. Juni feiern wir die Sommersonnwende, d. h. den längsten Tag und somit die kürzeste Nacht. Das Gegenstück dazu ist die Wintersonnwende, aber da mag man im Sommer noch nicht dran denken. Aber genau für die dunkle Jahreszeit ist das Rotöl gedacht und wird Gutes tun. Die Kelten nennen den Tag Alban Hevin (wer dazu mehr wissen will, schaue hier *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** )Die katholische Kirche machte daraus das Fest zu Ehren des Heiligen Johannes des Täufers. Was nicht ganz korrekt ist, denn der eigentliche Gedenktag ist der Geburtstag am 24. Juni.
Egal ob Kirche oder heidnisches Brauchtum gefeiert wird, in manchen Ländern wie zum Beispiel in Litauen ist der 23. Juni sogar ein Feiertag.

Wenn es noch nicht zum Johannistag blüht, warte ich eben geduldig auf die Blüte meines wunderschönen Johanniskraut und ernte eben ein paar Tage später die Blüten. :red3:
Ich pflücke mehrere Tage und verwende nur die aufgeblühten Blüten. Das ist etwas mühselig, aber genau das ist gut: Ich kann dabei vom Stress abschalten, es ist fast wie Therapie. Die Blüten (viele Blüten) kommen in ein lichtdurchlässiges Glas, werden mit gutem Olivenöl aufgefüllt und dürfen 2 Monde lang in der Sonne bzw. im Licht stehen, regelmäßig schüttele ich die Flasche, aber nicht zu oft.
Anschließen siebe ich das Öl, fülle es in ein dunkles Glas, stelle es auch dunkel und so ist es haltbar.
Ich hatte noch nie Probleme mit Schimmel, Wasser oder der Farbe.
Liebe Grüße
Anish

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Re: Rotöl

Beitrag#45von Hille » 20. Aug 2016, 19:38

Wisst Ihr, ob die Wirkung des Johanniskrauts auch bei der Zuchtform, die ich reichlich im Garten habe - es ist mehr ein Strauch - gegeben ist??? Ich finde dazu keine Infos.
Liebe Grüße Hille (jo)
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Re: Rotöl

Beitrag#46von Anish » 20. Aug 2016, 19:43

Meines Wissens nach ist nur wichtig, dass es sich um das Tüpfel-Johanniskraut handelt und nicht, ob wildwachsend oder kultiviert im Garten stehend.
Mein Johanniskraut ist auch beim Kräutergärtner gekauft.
Liebe Grüße
Anish

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Re: Rotöl

Beitrag#47von Hille » 20. Aug 2016, 19:53

Danke, Anish!
Liebe Grüße Hille (jo)
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Re: Rotöl

Beitrag#48von Isolde » 20. Aug 2016, 20:30

Danke Anish für die Infos.
Ich habe dieses Jahr das erste Mal Rotöl gemacht. Die Farbe ist richtig dunkelrot, fast kirschrot. Sollte ich vielleicht das Öl im Kühlschrank aufbewahren? Damit sich das länger hällt (es muss ja das ganze Jahr halten :mrgreen:
Liebe Grüße
Isolde


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Re: Rotöl

Beitrag#49von Aconita » 20. Aug 2016, 22:05

Wenn du für den Auszug normales Olivenöl benutzt hast, reicht ein kühler, dunkler Platz.
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Re: Rotöl

Beitrag#50von Isolde » 20. Aug 2016, 22:54

Aconita hat geschrieben:Wenn du für den Auszug normales Olivenöl benutzt hast, reicht ein kühler, dunkler Platz.


Danke Aconita für die Info, dann lasse ich das Öl im Keller stehen.
Liebe Grüße
Isolde


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