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Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#11von kazi » 7. Apr 2015, 16:02

Der Workshop hat meine Lust geweckt, mal eine Topfmarmorierung zu machen. Das hab ich seit bestimmt 5 Jahren nicht mehr gemacht und ist für mich daher so ein wenig Back to the roots..

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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#12von galadrielh » 7. Apr 2015, 16:48

Das sind aber ganz schöne Roots! Toll geworden! :smilie_happy_011:
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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#13von dina » 7. Apr 2015, 16:52

Super schön geworden! :smilie_girl_112:
Liebe Grüße
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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#14von Feline314 » 7. Apr 2015, 17:56

Wirklich schön geworden, kazi!

Das ist (wieder einmal) ein wirklich tolles Workshop-Thema und ich habe es gerade sehr genossen, eure Geschichten zu lesen! Dann will ich auch mal: Mich hat es schon immer fasziniert, Dinge selbst herzustellen. Vor mittlerweile drei Jahren hat mich die Frage gepackt, wie genau Seife hergestellt wird. Ich bin damals sehr schnell auf naturseife.com gelandet und habe zuerst viel Zeit mit dem Lesen dieser Seite verbracht und dann noch mehr Zeit mit dem Ausfindigmachen der passenden (Online)shops für Öle, ätherische Öle, NaOH und meine erste Blockform (die verwende ich immer noch). Als Naturwissenschaftlerin hatte ich schon regelmäßig in einem Labor gearbeitet und die Aussicht, hin und wieder meine Küche in ein kleines Labor zu verwandeln hat mir äußerst gut gefallen!

Von Anfang haben mir Natur-pur-Seifen am besten gefallen. Meine ersten Seifen waren dementsprechend hell- bis dunkelbraune Klötze durchsetzt mit Kräutern und beduftet mit ätherischen Ölen - und natürlich im Kilo-Maßstab gesiedet, da ich am Anfang noch keine Feinwaage hatte und auch kein Gefühl dafür, wie schnell sich die Seifenberge in einem Sieder-Haushalt ansammeln :c015:

An meiner Vorliebe für Natur-pur-Seife hat sich bis heute nichts geändert, die Seifen aber schon, denn mittlereile habe ich dank dieses Forums einiges darüber gelernt, wie viel Farbe und Muster sich auch mit Natur pur in eine Seife bringen lässt! "Back to the roots" wäre also für mich, einmal wieder eine dieser braunen Kräuterseifen zu sieden - es muss ja nicht im Kilo-Maßstab sein und es ließe sich ja mit einem netten Swirl oder Einleger kombinieren. :smillies0030:
liebe katzige Grüße,
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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#15von Seifenhaus » 7. Apr 2015, 21:05

Gestern habe ich gesiedet, wie ich es zu meinen Anfängen immer getan habe: Blitzidee, Gang durch den Garten, Kraut gepflückt, ab in die Seifenküche.

Entstanden ist eine feine Seife mit frischen Gierschblättern. Ohne weitere Farben, ohne Stempel - nur den Wellenschneider - so wie früher :D

Hier ist meine Gierschseife:

Bild

Beduftet ist sie mit diversen ätherischen Ölen wie Lemongrass und Zeder.

Ich glaube, auf diese Art und Weise werde ich immer am liebsten sieden...

LG
Annette
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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#16von Lavarie » 8. Apr 2015, 00:04

[Edit voraus: Sorry! Ich schweife hier voll ab und laber und laber, dabei geht's ja um einen Workshop! Peinlich. Ich werde was beitragen. Versprochen.] :red3:

Schön, dass hier gerade etwas aufgegriffen wird, das mich auch schon eine Weile beschäftigt. Und wie schön zu lesen, was Eure Wege hin und weiter und wieder zurück "zu Euren Seifenwurzeln" waren.

Bei mir ging der Einstieg zum Seifesieden in Etappen: Als Kind habe ich Seifen als Schätze gehütet (und ich habe sie heute noch), die mein Patenonkel mir immer aus dem Urlaub mitgebracht hat. Außerdem gab es in Freiburg so einen Provence-Laden, in dem es auch so herrlich duftende offene Seifen gab, die ich mir dann und wann schenken ließ.
Außerdem hat meine Oma Seife gesiedet und jedes bißchen Restseife zur Weiterverwertung eingeschmolzen (sie hat 2 Kriege mitgemacht und war Mama von 7 Kindern - Seife war wertvoll), da war ich einige Male dabei und es hat mich sehr fasziniert.

Dann vergingen Jahre bis Claudias Buch erschienen ist und es mir eine Freundin schenkte. Blöderweise wusch ich mich gar nicht mit Seife, also sah ich keine Verwendung darin und habe nur immer zum Genuß darin geschmökert, bis es mich dann irgendwann in einem ich-will-was-tun-was-mir-gut-tut-Impuls gepackt hat und ich einen VHS-Kurs belegte. Das hat mir auf anhieb solchen Spaß gemacht, dass ich Sonntag nachmittags direkt nach dem Kurs in die Notapotheke gestürmt bin, mir mein erstes KG NaOH gekauft habe und zuhause nahtlos weiter gemacht habe.
Dann folgte Seife auf Seife und mir machte zunächst einfach irrsinnig Spaß Themen in Farbe und Duft umzusetzen. Das macht mir heute noch mit am meisten Spaß. :meinherz:
Aber wenige Wochen nachdem meine ersten Seifen reif waren und ich sie an meine Familie verteilt habe, bekam ich die Rückmeldung von Vater und Schwiegervater, dass ihre Haut so viel angenehmer sei mit meinen Seifen und dass sie nichts anderes mehr nehmen wollten. Ich bekam diese Rückmeldung also von den beiden, die a) so gar keine Beautyjunkies waren und b) pietätlos oder pragmatisch genug waren, die Seife nicht nur ins Regal zu legen und anzuhimmeln [wie Schwester, Mutter und Schwiegermutter])´, sondern sie auch zu nutzen. Das hat mich fasziniert und ab da hatte ich mein zweites Seifen-Steckenpferd entdeckt: ich wollte herausfinden, was in Seife gut ist und warum. Also habe ich reihenweise Blindtests gestartet. Lauter Seifen mit teilweise nur leicht unterschiedlicher Rezeptur, die ich in gleicher Optik und gleichem Duft gesiedet und nur durch Nummerierung unterschieden habe. Was habe ich gestaunt, als sich die Urteile der Testwäscher glichen. Und noch mehr, als mir rückgemeldet wurden, dass Psoriasis und ND besser wurden.
Spätestens das war für mich der "point-of-no-return". :brilli:


Nun habe ich ja seit einigen Jahren schon das Seifen zu meinem Beruf gemacht und da ich es vollberuflich mache, nimmt es entsprechend viel Raum in meinem Leben ein. Da wurden dann zunächst andere Lernfelder wichtig - z.B. die Schönheit kleiner Chargen auf große und riesengroße Chargen übertragen zu können oder große Chargen in immer ähnlicher Qualität und Optik hinzubekommen, egal wie gerade die äußeren Umstände aussehen oder richtig zügig und strukturiert zu arbeiten etc. Immer wieder habe ich gemerkt, dass PÖs und Rezepturen, die bei 1,5kg GFM supi angenehm sind, mich (oder auch mal die Seife) bei 8kg GFM plötzlich ins Schwitzen bringen. Und dann kam ich zwischendurch auch mal an den Punkt zu überlegen, ob es überhaupt notwendig ist, so viel Wert auf die Rezepte zu legen. Es gibt so viele Sieder mit einfachen Rezepten und die Seifen sind ja auch beliebt, also können sie nicht schlecht sein. Und nett wärs ja auch, mal immer nur simple Rezepte abzuwiegen. Genau in dieser Phase kam ein Kunde auf mich zu, der von mir regelmäßig einfache Seifen haben will, das passte mir ganz gut in meine aktuelle Inhalte-ohne-Firlefanz-Flause und wir wurden uns einig. Seither mache ich für ihn das 25er mit Rizi - in Hülle und Fülle. Und mir geht's so auf den Sack.
Mir fehlt oder fehlte mein Hobby Seifen, so bescheuert sich das anhören mag.

Also hab ich vor einigen Wochen mal hingespürt, was mir fehlt beim Sieden. Ich habe gemerkt, mir geht das immer-gleiche auf die Nerven. Und die Berge an Seifen, die verpackt werden müssen ebenfalls. Aber ich bekam wieder Lust Neues auszuprobieren und stillgelegte Projekte noch mal aufzugreifen (und es hat mich aufrichtig beruhigt zu merken, dass mir nicht Seife an sich auf die Nerven ging).
Back-to-the-roots hat mich also wieder zu meinem Forschungsdrang gebracht und ich habe Seifenprojekte wieder aufgenommen, die ich einige Monate ruhen ließ, obwohl sie mich schon lange beschäftigen. Morgen steht ein Vierer-Vergleich Rasierseifen auf dem Programm, ich freu mich schon! :gi69: Es hat mich außerdem auch wieder zurück zu meinem anderen Steckenpferd, der Umsetzung von Themen in Duft, Form und Farbe gebracht. Das ist so etwas erfüllendes, finde ich und es braucht einfach Raum in meinem Seifenleben. Also beschloß ich, dass ich mir, wenn es mich juckt, eben halt hin und wieder eine neue Sicherheitsbewertung gönnen werde - andere kaufen sich Handtaschen, so what.

Ja und last but not least: "Back to the roots" hat mich vor einigen Wochen auch wieder dahin gebracht mich hier im Forum anzumelden, weil back-to-the-roots für mich vor allem bedeutet: zurück in meine Leidenschaft für Seife und alles drum herum. Und die kann man wirklich nirgendwo besser teilen, als hier. :zwinker-girl:


Ich finde es schön und irgendwie auch lustig, dass dieses Thema zeitgleich für andere ebenfalls aktuell ist.
Und - ups - sorry, ich merke gerade, dass ich voll den Roman geschrieben habe... :augenreib: :red3:
Liebe Grüße, Judith.
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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#17von Aconita » 8. Apr 2015, 06:47

Macht doch nichts, Lavarie. Auch dafür ist das Thema da und ich lese gerne solche Geschichten. Andere bestimmt auch.

Edit motzt: Ich habe gar nicht gesagt, dass mir die beiden Seifen gut gefallen.
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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#18von Caira » 8. Apr 2015, 11:31

*ich trau mich mal ganz leise hier rein*

ohhh, das ist ein sehr tolles thema!!!!!!
meine seifenkariere ist ja noch sehr kurz. aber wie kam ich überhaupt dazu?

ich habe vor meiner jetzigen ruhrpott-wohnzeit in erfurt gewohnt. das hatte auch zur folge, dass man auf dem weihnachtsmarkt rumwuselt. für mich ist der erfurter weihnachtsmarkt einer der schönsten überhaupt. er hat, ein bisschen abgelegen vom hauptmarkt, einen mittelaltermarkt. dort gabs allerlei handgemachtes, eben auch seifen. jedes mal wenn ich dort vorbei lief, zogen die seifendüfte in meine nase! ich konnte nicht widerstehen und erstand so meine erste hangemachte seife. das ging dann jedes jahr so. ich deckte mich fürs gesamte jahr ein. zimtduft in verbindung mit milch haben mich unheimlich fasziniert, sodass die meiste zeit des jahres umhüllt von weihnachtsdüften umhergestolpert bin. was anderes hat mich so gar nicht interessiert.

dann kam 2014 und ich wohne ja schon länger in nrw. auf dem weihnachtsmarkt fand ich zielgenau "meinen" stand. ich war richtig erschrocken über die preise. die seifen wurden immer kleiner und trotzdem stieg der preis auf 8 euro für EINE meiner auserwählten seifen. ich möchte keinem gewerblichen sieder irgendwas böses aber bei 10 seifen wären das 80 euro gewesen! das war mir dann echt zu viel. so bin ich betreten und traurig von dannen gezogen.
in einem forum, wohlgemerkt ein gartenforum, unterhielt man sich plötzlich über "lecker seife" und dass man die da selbst macht. eine freundliche userin nahm mich unter ihre fittiche, schickte mir seifen von ihr und zeigte mir shops mit zutaten, gab mir rezepte und tipps und ich sog das buch von klaudia kasper ein. natürlich grub ich auch das internet um und landetet hier, total überwältigt ob der vielen informationen und tipps. und besonders schön ist die geste für die neuankömmlinge, fertige seifchen als wilkommensgruß für die überbrückung der wartezeit nach der erste eigenen seife zu verschicken!
und dann entstand dieses jahr meine erste seife. ganz ohne schnörkel, ohne farbe, einfach in einer silikonbackform, beduftet mit geranium und lavendel (den ich aber im moment nicht mehr ertragen kann). ich war soooo glücklich!!!! es funktionierte wirklich, sogar ich dussel habs geschafft! seife nr 2 musste natürlich zimtig sein! was auch sonst! und sie ist himmlisch!

im moment bin ich am testen, was man so alles basteln kann und lerne, welche möglickeiten es in farbe und duft gibt. natürlich werden meine familie und meine kollegen mit seife überschüttet! aber die finden das sehr gut! sogar meine zweite hälfte kommt immer zum gucken und schnüffeln, wie denn die neue seife aussieht.
aber so zwischendurch, gerade wenn ich für mein wissensstadium eigentlich überfordert bin weil ich zu viel auf einmal möchte, denke ich an die ganz einfachen sachen zurück und gehe in mich und mach dann was ganz einfaches. es tut der seele unheimlich gut, mal ganz ohne hektik und zeitdruck eine seife zu zaubern, ihr zuzuschauen, wie sie gelt, sich zu freuen wie ein kleines kind wenn man sie ausformt und schneidet und eine schööööne seife vorfindet.

in diesem sinne
viele seifengrüße aus duisburg
yvonne
liebe grüße vom niederrhein
yvonne
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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#19von pussycat » 8. Apr 2015, 13:57

Es ist richtig toll eure ausführlichen Berichte zu lesen. Ich finde das total spannend. Leider liegt mir das viele schreiben nicht so sehr, bin eher der mündliche Typ :c041: . Labern geht, schreiben nicht so gut. Aber ich kann viele Intensionen nachfühlen.
@Lavarie, das mit den Testreihen finde ich super und glaube ich werde auch mal damit anfangen.
Zudem ist mir der Gedanke bei meiner geplanten Aleppo Seife gekommen, alte Techniken auszuprobieren und sie mit neueren zu vergleichen. Diesen Gedankenanstoss verdanke ich dir liebe Lavarie.

Ich bin schon sehr auf die ganzen Projekte von euch gespannt.
Auf regen Gedankenaustausch :smilie_happy_011:
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Re: Workshop *Back to the roots* / II. Quartal 2015

Beitrag#20von Brycha » 8. Apr 2015, 15:30

pussycat hat geschrieben:Es ist richtig toll eure ausführlichen Berichte zu lesen. Ich finde das total spannend.

Ich find die Berichte auch alle sehr, sehr lesenswert. Und Seifenhaus mit ihrer schönen Seife ist schuld, dass ich bei der Gartenarbeit vorhin eine Schale mit frischem Giersch "separiert" habe!
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